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Viele unserer Auszubildenden sind außerhalb des Kreises Gütersloh eingesetzt. Lesen Sie, 
was gerade in Brüssel, Liverpool und Berlin los ist.

Beatrice live aus Liverpool

16. September 2010 @ 15:27 · Abgelegt unter -
Meine ersten Eindrücke...
Liverpool ist eine der Großstädte Großbritanniens und glücklicherweise auch ein Standort von Prinovis, eine der Tiefdruckerein, die dem Bertelsmann-Konzern angehören.
Als mir und den anderen Azubis die Möglichkeit eröffnet wurde drei Monate unserer Ausbildung an einem der attraktiven Standorte Berlin, Brüssel oder Liverpool verbringen zu dürfen, war meine Entscheidung bereits gefallen: Ich musste nach Liverpool. Es war nicht nur das „mal rauskommen“, was ich am Auslandseinsatz so reizvoll fand, sondern vor allem die Herausforderungen und Erlebnisse, die fern von der Heimat im Inselstaat auf mich warten würden.
In Liverpool angekommen hat sich jede Hoffnung sofort bestätigt. Der erste Eindruck meiner Kollegen war schlichtweg großartig. Während sich meine Vorgängerin Steffi, die noch einige Tage mit mir in Liverpool verbringen würde, sich schweren Herzens von allen verabschiedete, machte ich die ersten Bekanntschaften. Zwar verstand ich noch nicht jeden Inhalt der Konversationen um mich herum (vor allem, da mir der Dialekt, „Scouse“ genannt, doch ein bisschen seltsam vorkam), aber ich merkte, dass meine Kollegen sehr bemüht waren, mir entgegen zu kommen. Diese englische Freundlichkeit kannte ich bereits von anderen Besuchen im Vereinigten Königreich, doch hier im Norden schien sie noch ein Stückchen ausgeprägter zu sein. So verging der erste Arbeitstag zügig, aber dennoch mit vielen positiven Eindrücken.
Am Abend folgte Runde zwei des Kennenlernens.
Meine Vorgängering lud noch einmal zu einem kleinen, privaten Abschieds-Umtrunk ein und stellte mir bei dieser Gelegenheit freundlicherweise den deutsch-stämmigen Teil der Liverpudlians vor. Auch diese bunt gemischte Truppe empfing mich äußerst herzlich. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mich beim ersten Kennenlernen mit der „deutschen Truppe“ gefragt habe, ob es diese Konstellation an Personen unter normalen Umständen so überhaupt gegeben hätte und daher empfand ich es besonders bemerkenswert, wie harmonisch und gelassen hier alle zusammenlebten. Das brachte mich zu der Erkenntniss, dass Liverpool offensichtlich seinen ganz besonderen Charme hat, der auf die Menschen, die in der Stadt am Mersey River leben, einwirkt.

Alle Eindrücke des ersten Tages hatten mich sehr geschafft, so dass ich am zweiten Tag froh war, frei zu haben. Dennoch war dies kein Tag zum Faulenzen gewesen. Um mein Übereben zu sichern, hatte sich Steffi vorgenommen, mir die wichtigsten Orte und Bekleidungsgeschäfte im City Centre zu zeigen und mir Tipps und Tricks an die Hand zu geben, die sie sich in ihrer Zeit erarbeitet hatte oder bereits selbst weitergegeben bekommen hat.
Auf den ersten Blick kam mir die Stadt sehr dreckig und verlassen vor. Von einer ehemals wohlhabenden Handelsstadt konnte man nur noch wenig erahnen. Doch das war nur der Blick auf die falschen Ecken. Zunächst einmal war ich glücklich über das typisch englische Leben, auf welches ich mich besonders gefreut hatte: Linksverkehr, Pubs und Bars, reihenweise gleich aussehender Häuser... Der Blick auf die richtigen Ecken folgte unmittelbar als wir die Innenstadt erreichten, denn hier war alles sehr modern und stellte einen großen Kontrast zu meiner ersten Impression dar. (Wie ich bald feststellte, begegnet man überall in der Stadt derartigen Kontrasten, aber davon erzähle ich ein anderes Mal.)
Am Abend war die Zeit für Steffi gekommen nach Hause zu fliegen und nun war ich auf mich alleine gestellt...



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